Bangkok wird ja eigentlich „the city that never sleeps“, also die „Stadt, die niemals schläft“ genannt, aber das ist nicht wirklich richtig. Viel besser würde man die Stadt als „the city that never stops eating“, also die „Stadt, die nie aufhört zu essen“ beschreiben. Hier wird zu jeder Tages- und Nachtzeit gebrutzelt, gegrillt und v.a. gegessen!
Deshalb haben wir auch gleich nach unserer Ankunft und nach dem Einchecken im 35. Stockwerk unseres schönen Hotels mit tollem Ausblick auf den Fluss, eine erste kulinarische Entdeckungsreise mit einer kleinen Cacheunterbrechung um das Hotel gemacht. In einem ziemlich hell erleuchteten und eigentlich gar nicht mal so sehr einladend wirkenden „Restaurant“ haben wir Halt gemacht und passend zum derzeitigen chinesischen vegetarischen Festival eine vegetarische Nudelsuppe gegessen. Die war supergut und hat uns schön bettschwer für die erste Nacht gemacht.
Am nächsten Tag ist es gleich mit einem bombastischen Frühstücksbuffet im Hotel weitergegangen. Bei diesem Buffet müsste theoretisch eigentlich jeder etwas Passendes zu essen finden. Von arabischen Cremes, über japanisches Sushi, deutsches Brot, thailändische, indische, chinesische Gerichte, Eierspeisen und wer weiß was sonst noch alles (das war gar nicht wirklich zu überblicken), gab es einfach eine irre Auswahl. Man wird die ganze Zeit betüttelt und wenn man nicht aufpasst, dann sind die Essutensilien wie Teller und Besteck so schnell weggeräumt, dass man gerade noch so schauen kann. Der „Toaster“ z.B. ist hier auch nicht zum Selbstbedienen, sondern er besteht aus einem Angestellten, der einem das Brot oder den Toast in einem Ofen über Holzfeuer röstet.
Da man ja - wie schon erwähnt - in Thailand immer isst, sind wir nach dem Frühstück auch gleich zu unserer vorgebuchten Foodtour durch Bangrak, dem ältesten Stadtteil, aufgebrochen. Das war eine Tour durch 5 Restaurants mit insgesamt 11 Gerichten. Von Ente (inklusive Entenfüßen umwickelt mit Innereien und ja, Katja hat es versucht!) über muslimisches Essen zu einem hervorragenden fried cattlefish mit einem Papayasalat (von der Touristenwürze bis zur Thai-Würze hin), supersüßem Thai-Eistee und -Gebäck, Hühnchen-Curry und original Thai-Kokosnusseiskrem war alles dabei. Es war umwerfend gut und ganz nebenbei haben wir auch noch den ein oder anderen Tempel gesehen und ein bisschen was über die Geschichte der Stadt erfahren. So macht Sightseeing richtig Spaß!
Den Rest des Tages haben wir für einen Ausflug entlang des Chao Praya Flusses genutzt, haben die Hauptsehenswürdigkeiten (von außen) betrachtet und sind dann doch noch einem Schlepper für eine Klongh-Fahrt ins Netz gegangen nachdem wir vorher schon einen anderen Schlepper für Kunstgegenstände umschiffen konnten. Die Tour durch die Kanäle, sozusagen die Hintergassen bzw. die Wasserarme an denen sehr viele Menschen leben, war aber auch sehr interessant und hat überraschende Einblicke in das hiesige tägliche Leben abseits der bekannten geschäftigen und lauten Stadt vermittelt.
So langsam haben wir uns dann am Abend in den nord-östlichen Teil der Stadt begeben, Richtung Victory Monument, wo wir uns mit einem kanadischen Cacher, der seit 8 Jahren in Bangkok lebt und seiner thailändischen Frau getroffen haben. Bei einem koreanischen BBQ in einer alten Mercedes-Werkstatt, bei dem ein riesiges Buffet mit Fleisch, Fisch, Gemüse und Zutaten, die noch nicht mal unsere neuen Freunde benennen konnten, zum Selbstgrillen aufgebaut war, hatten wir inmitten von vielen lauten und lustigen Thais einen supernetten Abend, der mit einer nächtlichen Cachetour mit Tim geendet hat. Wir sind dabei durch Gassen und Hinterhöfe gekommen, die noch nicht mal im GPS verzeichnet waren und haben festgestellt, dass – da wir so eine nächtliche Tour niemals alleine gemacht hätten – dies total ungefährlich war. Alle Menschen denen wir begegnet sind, waren sehr nett, die meisten haben, wie könnte es anders sein, gegessen und alle waren sehr freundlich oder haben uns einfach nicht beachtet. Gegen 1 Uhr in der Früh waren wir dann im Bett um schon wieder gegen 6 Uhr aufzustehen.
Nach dem schon erwähnten bombastischen Frühstück sind wir dann auf eine kombinierte Sightseeing- und Cachetour gegangen. Eigentlich wollten wir schön mit dem Tuk-Tuk auf eine kleine Entdeckungstour gehen, aber der Fahrer wollte uns wieder mal unbedingt zu einer Anlegestelle für die Touristenboote bringen. Nach einigen ganz ruhigen Wortwechseln konnten wir ihn dann wenigstens überzeugen uns zum Bootsanleger für das Expressboot zu bringen und dann sind wir eben wieder Boot gefahren. Aber, ganz ehrlich, das ist sowieso toll und macht noch mehr Spaß als das Tuk-Tuk-Fahren in der großen Stadt.
Beim Großen (und wunderschönen) Palast hatten wir dann richtig Glück mit dem Timing und konnten uns fast direkt einer gut 1-stündigen kostenlosen geführten Tour mit einem hervorragend englisch sprechenden Führer anschließen. Wir haben dabei viel über die Historie und den Palast gelernt und hatten so einen wirklich vergnüglichen Vormittag bei dem wir neben den herrlichen Gebäuden natürlich auch die am meisten verehrte Buddha-Statue Thailands gesehen haben, den sogenannten Emerald-Buddha (der aber eigentlich aus Jade besteht) und der dreimal im Jahr vom König entsprechend der Jahreszeiten umgekleidet wird. Außerdem haben wir uns das Waffenmuseum und das Textilmuseum angesehen, in dem eine Auswahl der Kleider zu sehen ist, die die Königin im Laufe der vergangenen Jahrzehnte getragen hat. Eine ganz unerwartet tolle Ausstellung mit viel Information und sehr moderner Aufmachung. Außerdem klimatisiert und so ein guter Ort um mal ein kleines bisschen abzukühlen.
Nach dem Besuch des Großen Palastes ging es auf der Touristenroute weiter zum Wat Pho in dem sich die größte Buddha Statue der Welt befindet, der liegende Buddha, eine wunderschöne Darstellung des Buddhas im Moment seines Aufstieges. Sehr, sehr beeindruckend! Seht ihr den verklärten Blick von Stefan? So friedlich….das hat ihm gut gefallen.
Inmitten des Palastgeländes gibt es übrigens auch einen Massagesalon, in dem nach der Lehre der hier ansässigen Massageschule, gearbeitet wird. Nach einer sehr wohltuenden, wenn auch nicht gerade sanften, halbstündigen Fußmassage, konnte die Tour weiter gehen, vorbei an Statuen, die Yoga-Übungen zeigen „zum Vermeiden von Schmerzen“. Na wenn das mal gut geht…
Wir haben uns dann noch am Großmarkt vorbei ein wenig Richtung Hotel gecached, haben dort dann nochmal geduscht (ein Glück hatten wir einen späten Check-out) um dann auch schon wieder Thailand zu verlassen und uns auf den Weg zum Flughafen und Richtung down-under zu machen.





























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