Da das Aussortieren der Bilder noch ein wenig dauert hier leider nur eine Textzusammenfassung aus Kambodscha.
Die Bilder folgen dann noch gesondert.
Nach der Ankunft in Kambodscha sind wir von einem, vom Hotel organisierten, Fahrer am Flughafen abgeholt worden.
Damit haben wir schon einen ersten Eindruck vom Straßenverkehr erhalten, der ganz eigenartigen Regeln (sofern es überhaupt welchen geben sollte) folgt.
Im Hotel wurden wir dann von der Rezeption ganz herzlich mit kalten, mit Zitronengras aromatisierten Tüchern und einem kalten Tee mit Zitronengras, begrüßt.
Nach einer ersten Dusche in unserem Zimmer haben wir unseren Fahrer kennengelernt, der uns mit einem Tuk-Tuk für unseren Aufenthalt (theoretisch) von 5:00 bis 22:00 zur Verfügung stand. Aber wer will im Urlaub schon vor 5 Uhr aufstehen?
Am ersten Abend haben wir uns schon mal zum Ticketoffice fahren lassen, da (großzügiges Angebot) man mit einer nachmittags erworbenen 3 Tageskarte schon mal den ersten Sonnenuntergang in Angkor „kostenlos“ genießen kann. Angkor Wat („Tempelstadt“) sieht im Licht der untergehenden Sonne auch besonders schön aus.
Abends haben wir dann noch unser erstes kambodschanisches Abendessen im Hotelrestaurant genossen. Khmer (wie sich die Kambodschaner selber nennen) essen normalerweise dreimal am Tag Reis, wir haben es wenigstens auf zweimal am Tag gebracht.
Das reichhaltige Frühstück hätte auch hier Reissuppe und gebratenen Reis auf der Karte gehabt, aber wir haben uns dann doch einfach mit kambodschanischen Kaffee, vielen frischen Früchten, hausgemachten Joghurt und einem täglich wechselndem hausgemachten Smoothie zufrieden gegeben.
Am ersten Morgen hat uns dann auch unser Führer um 8 Uhr im Hotel abgeholt, um uns die Tempel von Angkor genauer zu zeigen und die wichtigen Details hierzu zu erklären. Er konnte ein recht gutes Deutsch, dass er beim Studium der Agrarwissenschaften in Greifswald und Rostock zur Zeiten der deutschen Wiedervereinigung erlernt hatte.
Mit ihm ging es dann durch diverse Tempel, nach genau geordnetem Zeitplan, damit wir immer die Tempel im zugehörigen, besten Licht erleben konnten.
Es lohnt sich einen guten Führer zu suchen, da die verschiedenen und gemeinsamen Details der verschiedenen Tempel kaum selber zu entdecken sind. Hier kann man wirklich nicht davon sprechen: „hast Du einen Tempel gesehen, hast Du alle gesehen“. Dafür sind sie doch über zu viele Jahrhunderte hinweg und mit den unterschiedlichsten Stilelementen gebaut worden!
Nach einem Mittagessen mit „Amok“ (ein wohl typisches, kambodschanisches Gericht) ging es dann direkt zum großen Haupttempel, Angkor Wat. Auf den letzten Metern vor dem Temples überraschte uns dann ein Gewitter, obwohl der lokale Wetterbericht gesagt hatte, ab 10. Oktober würde es nicht mehr Regnen, höchstens mal kurz abends. Damit zeigt sich: Wettervorhersagen sind zuverlässig auh erst am Folgetag zu machen J
Da ein großer Teil des Temples (wieder) überdacht ist, war das allerdings kein wirkliches Problem.
Außerdem bekommen die Sandsteine durch die Feuchtigkeit eine sehr schöne Farbe.
Die Natur war natürlich auch sehr schön grün ringsherum, was sich ab Dezember dann wohl ändert.
Am zweiten Tag standen dann neben weiteren Tempeln noch Land und Leute auf dem Programm, mit Besichtigung wie Palmzucker hergestellt wird und vielen Informationen über das Leben in Kambodscha.
Unser kambodschanischer Reiseführer hat sich übrigens immer nur in den Tempeln über „die Asiaten“ aufgeregt, die einem immer rücksichtslos im Weg stehen. Auf die Frage wer denn Asiaten seien, musste er dann doch grinsen und konnte sich selbst und seine Landsleute nicht wirklich ausnehmen.
Am Abreisetag haben wir dann noch selbst noch „Ta Nei“ besichtigt. Dies ist ein Tempel, der zwar von Bäumen befreit, aber noch nicht wieder aufgebaut wurde. Diesen Tempel erreicht man nur zu Fuß, mit einem Spaziergang von ca. 1km über gute Wege durch den Urwald.
Es empfiehlt sich wirklich den Weg auch zu Fuß zurückzulegen, da man vom Tuk-Tuk aus die Natur und die ganzen Insekten und Schmetterlinge auf und am Rand des Weges nicht beobachten kann.
Der Tempel selbst hat im Vormittagslicht wunderschöne Farben aufzuweisen und wird nur von ganz wenigen Individualtouristen angesteuert, so dass man hier Ruhe hat vor den ganzen Menschenmassen, die ansonsten die Tempel bevölkern. Das war ein ganz tolles Erlebnis dort ganz alleine in diesem wunderschönen Tempel herumzuschauen ohne dauernd jemandem auf den Füßen zu stehen und ohne das durch Touristen verursachte Stimmengewirr abgelenkt zu werden. Das hatte schon was von einem kleinen romantischen Abenteuer und war eigentlich fas der Höhepunkt der Besichtigungen dieses wunderbaren Weltkulturerbes!
Am Nachmittag ging es dann wieder zum Flughafen für den Rückflug nach Bangkok.
Was von diesem Aufenthalt geblieben ist: eine wunderbare Stimmung… die Kambodschaner sind unheimlich nett (und zwar nicht touristisch nett!), haben eine tolle Einstellung zum Leben und sind sehr herzlich. Hier ist man der Meinung, dass mit ein bisschen Ruhe und Frieden mehr zu erreichen ist als durch Hektik und Chaos. Ein gutes Beispiel ist hier der Straßenverkehr, der auf uns Europäer doch eher chaotisch und unreguliert wirkt. So ist es aber eigentlich gar nicht. Es ist ein ständiges aufeinander Aufpassen ohne böse Worte oder Ungeduld. Gehupt wird nur bei Gefahrensituationen z.B. einmal ist ein kleiner Unfall vor unserem Tuk-Tuk passiert. Ein Moped ist auf der glitschig nassen Straße ausgerutscht. Es gab keinerlei Aufregung, es hielten die umgebenden Fahrzeuge an, man half den Verunglückten auf die Beine fragte nach ob alles in Ordnung wäre, half dann beim Straße aufräumen und anschließend fuhren alle weiter. Trotz der Schlange, die sich inzwischen gebildet hatte, hat nicht einer gehupt oder geschimpft. Das hört sich vielleicht komisch an, aber das hat uns sehr beeindruckt und wir haben uns vorgenommen ein bisschen von dieser kambodschanischen Lebenseinstellung mitzunehmen, für ein friedliches und rücksichtsvolles Miteinander.








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